Airbus-Boom: EADS vor Rekordgewinn - DER SPIEGEL
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Airbus-Boom EADS vor Rekordgewinn

Der Europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat seine optimistische Prognose für 2001 weiter nach oben korrigiert. Grund: Die Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen explodiert.
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Amsterdam - Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent, gab Philippe Camus, einer der beiden Vorstands-Chefs von EADS, bekannt. Die bisherige Prognose von 15 Prozent Zuwachs habe auf den vorsichtigen Wechselkurserwartungen basiert.

Als Ziel für 2001 gab das Unternehmen eine Gewinnsteigerung um 15 Prozent an. Bereits ins erste Quartal ist das Unternehmen mit Rückenwind gestartet. Zwischen Januar und Februar lagen Auftragseingänge in Höhe von 18,9 Milliarden Euro vor. "Dieses Niveau bestätigt unsere Erwartungen für das laufende Jahr", sagte Camus.

Allein für den Airbus seien 117 neue Festbestellungen eingegangen, darunter zwölf für den neuen Superjumbo A380. Für die kommenden sechs Jahre ist die Beschäftigung dank des günstigen Auftragbestands von 169,7 Milliarden Euro gesichert. Inzwischen liegen 66 feste Zusagen für den Airbus A380 vor.

Die Abwicklung der ersten Hauptversammlung in Amsterdam sorgte bei den Anteilseignern für einigen Unmut. Die Aktionäre kritisierten die Wahl des Veranstaltungsortes und forderten eine Video-Übertragung in die Länder Deutschland, Frankreich und Spanien. EADS ist seit dem 10. Juli 2000 in Frankfurt, Paris und Madrid an der Börse notiert. Die Aktionäre werden bereits für das Jahr 2000 mit einer Dividende von 0,50 Euro am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Die Aktie legte nach der Veröffentlichung der Zahlen zwischenzeitlich gut sechs Prozent auf 21,20 Euro zu.

EADS war im Juli vergangenen Jahres aus dem Zusammenschluss der deutschen Daimler Chrysler Aerospace, der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen CASA entstanden. Der Konzern hat im vergangenen Jahr mit rund 89.000 Beschäftigten einen Umsatz von 24,2 Milliarden Euro erzielt. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen, Firmenwertabschreibungen und Einmaleffekten lag bei 1,4 Milliarden Euro.