Airbus-Boom: EADS will mehr verdienen - DER SPIEGEL
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Airbus-Boom EADS will mehr verdienen

Dank der guten Geschäfte der Konzerntochter Airbus haben sich die Gewinne des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS verdoppelt. Für das Gesamtjahr sind die Firmenchefs nun noch optimistischer.
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München - In den ersten sechs Monaten seien die Gewinne vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 66 Prozent auf 985 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 592 Millionen Euro) geklettert. EADS übertraf damit die Prognosen der Analysten deutlich, die im Durchschnitt mit einem EBIT von 784 Millionen Euro gerechnet hatten. Das Konzernergebnis verdoppelte sich von 177 Millionen Euro auf 387 Millionen Euro. "Die stärksten Impulse für das EBIT-Wachstum kamen von den Geschäftsbereichen Airbus und Raumfahrt", hieß es in der Mitteilung des Luft- und Raumfahrtkonzerns.

Die Stärke der Marke Airbus, die zu 80 Prozent EADS gehört, zeigt sich an der Zahl der ausgelieferten Flugzeuge. Im ersten Halbjahr brachte es der weltgrößte Hersteller ziviler Flugzeuge, der Erzrivalen Boeing im letzten Jahr überholt hat, auf 161 Maschinen, im Vorjahreszeitraum waren es noch 149 Flugzeuge. Allerdings wird sich das Auslieferungstempo laut EADS im zweiten Halbjahr abschwächen. Insgesamt rechnet der Konzern mit einem Absatz von 305 Airbus-Maschinen.

Nach Ansicht der EADS-Konzernchefs Philippe Camus und Rainer Hertrich ist eine "Erholung der zivilen Luftfahrt bereits sichtbar". Ihrer Meinung nach wird dieser Trend auch 2005 anhalten. Angesichts des Gewinnsprungs hat die EADS-Führung auch die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Beim EBIT sollen nun 2,1 Milliarden Euro (letzte Prognose: 1,93 Milliarden Euro) erreicht werden, der Umsatz soll sich auf 30 bis 31 Milliarden anstatt zuvor 29 Milliarden Euro belaufen.

Bis Ende Juni wuchs der Umsatz von EADS um 12 Prozent auf Euro 14,6 Milliarden Euro (Erstes Halbjahr 2003: 13,1 Milliarden Euro). Hier lag das Unternehmen im Rahmen der Analystenprognosen. Die meisten Experten hatten wegen des erwartet guten ersten Halbjahres mit einer Anhebung der Unternehmensprognosen gerechnet.