Airbus: Emirates-Chef ist der A380 zu klein - DER SPIEGEL
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Airbus Emirates-Chef ist der A380 zu klein

Noch ist der Riesen-Airbus A380 keinen Meter geflogen, Kalkulationen, ob der Betrieb sich rechnet, sind bislang reine Theorie. Doch schon werden erste Rufe nach einem größeren Nachfolger laut. Die arabische Fluggesellschaft Emirates will ihn, um mit Billigflügen auf Langstrecken Geld zu verdienen.
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Hamburg - "Wir könnten noch größere Maschine gebrauchen, in die wir 800 und damit 150 Sitze mehr als bislang geplant hineinbekommen", sagte Tim Clark, Präsident von Emirates Airline, der "Financial Times Deutschland". Der arabische Branchenführer aus Dubai ist mit 43 Bestellungen bereits der größte Abnehmer des derzeit noch in Bau befindlichen A380. Mit einem noch größeren Airbus könnten erstmals auch Billigflüge auf Langstrecken profitabel betrieben werden. "Wir haben das untersucht", sagte Clark der Zeitung. "Ich schließe nicht aus, dass wir so etwas machen würden."

Airbus hat eine gestreckte Version des A380 bereits entworfen, die Umsetzung aber bislang noch nicht geplant. Mit einer Entscheidung dazu rechnet Clark nach Angaben der "FTD" frühestens 2006. Sie hänge vor allem davon ab, ob es ausreichend Abnehmer gibt. "Wir würden dieses Modell sofort nehmen." An anderen neuen Modellen der beiden Konkurrenten Airbus und Boeing wie dem Airbus A350 und der Boeing 787 sei Emirates ebenfalls interessiert, zitiert die "FTD" den Emirates-Chef. In den nächsten Monaten würden davon jedoch noch keine bestellt. "Jetzt müssen wir uns erst mal voll auf das enorme Projekt A380 konzentrieren."

Diese Ansage dürfte die Flugzeughersteller wenige Wochen vor der wichtigsten Branchenmesse in Le Bourget ernüchtern. Denn ein Großteil der Hoffnungen ruht auf der Nachfrage aus dem Nahen Osten. Vor zwei Jahren hat Emirates bei der französischen Luftfahrtshow mit 19 Milliarden Dollar den größten Auftrag der Luftfahrtgeschichte abgegeben. Den ersten A380 will Emirates ab Oktober 2006 einsetzen. Zur Zeit hinkt Airbus dem Zeitplan aber hinterher. "Ich wäre nicht überrascht, wenn es zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommt", sagte Clark. Es sei jedoch nicht angebracht, jetzt über Strafzahlungen zu reden.