Airbus Großkunde bestellt A380-Frachter ab
Hamburg - "Wir vermissen noch die nötige Klarheit bei den technischen Daten", begründete Emirates-Europa-Chef Keith Longstaff die Abbestellung der beiden A380F. "Die endgültige Auslegung war für uns schwer zu fassen. Wir wollen erst noch sehen, wie sich das Flugzeug entwickelt", so Longstaff in der "Wirtschaftswoche".
Emirates hat die A380F-Bestellung nun in eine Order für zwei A380-Passagiermaschinen umgewandelt. Damit bleibe die Gesamtzahl mit 45 Bestellungen von Emirates unverändert, erklärte Airbus auf Anfrage.
Die Stornierung für den A380F ist dennoch ein Ärgernis für Airbus. Sie ist nicht der erste Rückschlag für das Projekt, eine Frachtversion des A380 auf dem Markt zu etablieren. Zuvor musste Airbus-Chef Gustav Humbert laut Bericht schon die Auslieferung des ersten A380F an den US-Logistikriesen FedEx um sechs Monate auf Anfang 2009 verschieben. Damit käme das Airbus-Modell nur noch ein halbes Jahr vor Boeings etwas kleinerem Konkurrenzflieger 747-8F auf den Markt.
Der Auftragsbestand für den seit 2000 angebotenen A380F ist inzwischen auf 25 Maschinen gesunken. Das sind nur noch sieben Bestellungen mehr als für den Fracht-Jumbo von Boeing, der erst seit einem halben Jahr auf dem Markt ist. So wird immer zweifelhafter, ob Airbus die Entwicklungskosten für den A380F wieder erwirtschaften kann.
itz/dpa-AFX