Airbus-Mutterkonzern Ausländer steigen bei EADS ein
Hamburg Konkret geht es dabei um einen 7,5-Prozent-Anteil am Airbus-Mutterkonzern EADS , der zum Verkauf steht. Laut "Financial Times Deutschland" werden sich internationale Investmentbanken maßgeblich an dem deutschen Finanzkonsortium beteiligen, welches das Aktienpaket erwerben soll. Zu den Banken gehören Morgan Stanley aus den USA und die Schweizer Credit Suisse , schreibt die Zeitung unter Berufung auf Finanz- und Regierungskreise.
Zudem gehöre die US-Bank Goldman Sachs zu den Interessenten, die der Bundesregierung ihre Teilnahme fest zugesagt hätten. Die drei ausländischen Institute sollen dem Blatt zufolge ungefähr ein Fünftel des Pakets im Wert von 1,5 Milliarden Euro übernehmen. Die Banken selbst lehnten einen Kommentar ab.
Nach monatelangen Verhandlungen konkretisieren sich damit die Pläne für die künftige Eigentümerstruktur von EADS. DaimlerChrysler wird bei EADS künftig 22,5 Prozent der Stimmen halten, hieß es. Frankreich werde über die Zwischengesellschaft Sogeade 22,5 Prozent kontrollieren.
Im Dezember hatten die Deutsche Bank , die Commerzbank , Goldman Sachs und die staatliche KfW-Bankengruppe der Bundesregierung zugesagt, das Paket zu übernehmen. Die Regierung will den Teilnehmerkreis nun aber auf etwa ein Dutzend Institute verbreitern, schreibt die "Financial Times Deutschland". Jetzt stehe dieser Kreis weitgehend fest, wie es in Bankenkreisen hieß. Auch in Kreisen der Regierung wurde bekräftigt, dass die Teilnehmer feststünden und der Abschluss im Januar veröffentlicht werden solle.
wal/dpa-AFX