Airbus-Mutterkonzern: Hamburg steigt bei EADS ein - DER SPIEGEL
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Airbus-Mutterkonzern Hamburg steigt bei EADS ein

Hamburg wird Miteigentümerin des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. Damit will sich der Senat einen Einfluss an dem Airbus-Mutterkonzern sichern. Verkäufer ist DaimlerChrysler - das Unternehmen will 7,5 Prozent am Flugzeugunternehmen für etwa 1,5 Milliarden Euro verkaufen.
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Hamburg - Der Airbus-Standort Hamburg wird nach Angaben des Senats einer der neuen Investoren beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS   sein. "Hamburg ist dabei", sagte ein Sprecher des Hamburger Senats heute und bestätigte damit entsprechende Berichte. Angaben über die Größe des Investments machte er nicht.

Die Hansestadt wird damit voraussichtlich ein Mitglied der Gruppe von rund einem Dutzend Finanzinstituten und anderen Investoren sein, die indirekt einen Anteil von rund 7,5 Prozent an EADS übernehmen wollen, den DaimlerChrysler   verkaufen will. Das Stimmrecht für diese Aktien soll aber bei dem Autokonzern verbleiben.

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass DaimlerChrysler seine Beteiligung an dem Luft- und Raumfahrtkonzern von rund 22,5 Prozent auf 15 Prozent reduzieren will. Damit sich das Machtverhältnis zwischen Deutschland und Frankreich, die über nationale Konzerne jeweils 22,5 Prozent an EADS halten, nicht verschiebt, soll ein Konsortium aus verschiedenen Finanzinstituten die Anteile von DaimlerChrysler im Rahmen einer Derivatekonstruktion übernehmen.

Neben Hamburg dürften sich auch noch andere Bundesländer mit Airbus-Standorten indirekt beteiligen. Allerdings steht bislang eine endgültige Vereinbarung zu der Transaktion aus. Berichten zufolge erwägen auch Niedersachsen, Bremen, Bayern und Baden-Württemberg den Einstieg bei EADS - den Bundesländern geht es um die Sicherung ihrer Airbus-Werke. Zudem wollen sich private Banken wie die Deutsche Bank  und die Commerzbank   sowie die staatliche KfW an der Übernahme der Anteile beteiligen.

Berichten zufolge wollen sich auch internationale Investmentbanken an dem deutschen Finanzkonsortium beteiligen, das das Aktienpaket erwerben soll. Dazu gehörten auch Morgan Stanley   und Goldman Sachs  aus den USA sowie die Schweizer Credit Suisse  .

kaz/Reuters/Dow Jones