Airbus Pläne in China verzögern sich
Hamburg - Ein Airbus-Sprecher sagte der "Financial Times Deutschland", dass der Flugzeughersteller mit seinen chinesischen Partnern an der Studie für eine Endmontage in China arbeite. "Es sind bereits große Fortschritte erzielt, aber entscheidungsreif ist die Sache noch nicht", so der Sprecher. Er wollte keinen neuen Zeitrahmen nennen.
Bei den komplexen Verhandlungen will Airbus auf alle Fälle sicherstellen, dass die eigenen Interessen und der Technologieschutz gewahrt bleiben. Der EADS-Co-Vorsitzende Thomas Enders hatte angekündigt, dass Airbus und seine Muttergesellschaft EADS die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen halten will.
Airbus hatte die Pläne für eine China-Endmontage Ende 2005 im Zusammenhang mit einer zehn-Milliarden-Dollar-Bestellung für 150 Flugzeuge aus der A320-Familie bekannt gegeben. Die bisherige Planung sehe vor, dass 2008 die Produktion beginnen sollte. Bis 2011 soll dann die Fertigung auf monatlich vier Flugzeuge der A320-Familie steigen, hieß es.
Airbus-Kenner verwiesen laut "FTD" darauf, dass angesichts des Managementwechsels bei EADS und Airbus sowie der großen Probleme mit dem Airbus A380 das China-Thema etwas in den Hintergrund gerückt sei. China soll auch am Bau des neuen Langstreckenflugzeugs A350 beteiligt werden.
tim/dpa-AFX