Airbus: Riesenflieger auf der Kippe - DER SPIEGEL
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Airbus Riesenflieger auf der Kippe

In Hamburg wird die Luft für den Super-Airbus immer dünner. Jetzt erwirkte ein weiterer Anwohner vor dem Verwaltungsgericht eine Entscheidung gegen die Erweiterung der Fabrikhallen an der Unterelbe.
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Hamburg - Das Gericht gab einem Anwohner Recht, der gegen das Planfeststellungsverfahren geklagt hatte. "Die Behörde ist nun an einem Weiterbau gehindert", sagte Gerichtssprecherin Angelika Huusmann. Auf dem Gelände sollen Produktionsstätten für das Großraumflugzeug Airbus A380 entstehen.

Zuvor hatte das Gericht bereits die Anträge von zwei weiteren Anwohnern auf Verlängerung des Rechtsschutzes bestätigt und die aufschiebende Wirkung ihrer Klage gegen den Bau des A380 wiederhergestellt. Sie hatten eine starke Lärmbelastung und Gefährdung befürchtet. Die Grundstücke der erfolgreichen Antragsteller liegen nach ihren Angaben direkt am EADS-Flughafen in der Flugschneise.

Die Richter hatten sich bei den "gleich gelagerten Verfahren" auf das Luftverkehrsgesetz berufen, nach dem "ein privates Vorhaben nicht durchgeführt werden könne, wenn für die benachbarten Grundstücke Gefahren oder Nachteile entstehen, die durch Schutzauflagen nicht vermieden werden können".

Der Hamburger Senat hatte daraufhin angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um baldmöglichst mit der A380-Produktion beginnen zu können. Der Senat steht unter Zeitdruck. Mit dem teilweisen Zuschütten der Elbbucht Mühlenberger Loch zur Werkserweiterung muss nach Überzeugung von EADS bis Mitte Februar begonnen werden, um im September die Arbeiten für die Produktionsanlagen aufnehmen zu können. Das Unternehmen erwägt, andernfalls auf die A380-Produktion in Hamburg zu verzichten.