Akte Leo Kirch: Ermittlungen eingestellt - Geldstrafe - DER SPIEGEL
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Akte Leo Kirch Ermittlungen eingestellt - Geldstrafe

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Ex-Medienunternehmer Leo Kirch und seinen langjährigen Stellvertreter Dieter Hahn eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die beiden sich zu Unrecht bereichert hätten. Allerdings müssen sie wegen Urkundenfälschung Strafe zahlen.
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München - Auch im Zusammenhang mit möglichen Insolvenzdelikten wird die Behörde nicht mehr ermitteln. Allerdings erließ das Amtsgericht München gegen Kirch und Hahn wegen Urkundenfälschung Strafbefehle. Kirch muss eine Geldstrafe von 90.000 Euro zahlen, Hahn 54.000 Euro. Sie sollen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Formel 1 ein rückdatiertes Schriftstück angefertigt und nachträglich in die Akten eingefügt haben.

Hahn betonte, er und Kirch stellten "mit Genugtuung fest", dass nicht nur sämtliche Verfahren abgeschlossen, sondern auch die öffentlich erhobenen Vorwürfe gegen sie widerlegt worden seien. Angesichts der langen Dauer des Verfahrens akzeptiere man die Strafbefehle, um auch dadurch die vollständige Beendigung aller Ermittlungsverfahren zu ermöglichen. Hahn betonte: "Herr Dr. Kirch und auch ich selbst können nunmehr wieder unbelastet an die Arbeit gehen."

Gegen Kirchs Sohn Thomas verhängte das Amtsgericht wegen Untreue eine Geldstrafe von 18.000 Euro. Er hatte Beraterhonorare ohne die erforderliche Zustimmung des Aufsichtsrates in Rechnung gestellt.