Aktie Gelb: Wer früh zeichnet, kriegt Rabatt - DER SPIEGEL
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Aktie Gelb Wer früh zeichnet, kriegt Rabatt

Mit Sonderangeboten à la Telekom will die Deutsche Post die Anleger ködern. Schließlich soll ihre "Aktie Gelb" die nächste Volksaktie werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bonn - Bis zu vier Prozent Rabatt auf den Ausgabepreis könne der Frühzeichner bekommen, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf angeblich zuverlässige Quellen. Bei einem Emissionspreis, der von den meisten Analysten auf 25 Euro je Aktie taxiert wird, läge der Preisnachlass damit zwischen 0,5 und 1 Euro. Der genaue Rabatt wird von Bund, Konsortialbanken und Post zu Beginn der Zeichnungsfrist Ende Oktober festgelegt.

Um in den Genuss des Abschlags zu kommen, müssen Privatanleger die Aktie zwischen dem 30. Oktober und 10. November zeichnen. Die normale Zeichnungsfrist läuft bis zum 16. November. Die erste Börsennotierung ist für den 20. November geplant. Anleger, die ein Konto bei der Online-Tochter der Postbank haben, können die Aktie auch in einem der 6000 Postämter zeichnen.

Neben dem Frühzeichner-Rabatt sind als weiterer Anreiz für Kleinanleger auch Treue-Aktien geplant. Danach werden nach einer noch nicht bekannten Haltefrist automatisch und kostenlos weitere Aktien ins Depot des Anlegers gestellt.

Mit den Anreizen soll, wie bereits bei der Deutschen Telekom, eine möglichst breite Platzierung unter Kleinanlegern erreicht werden. Bisher hätten sich rund 660.000 Interessenten gemeldet, teilte die Post mit.

Analysten verweisen darauf, dass der Konzern trotz seiner Expansion in den Logistik-Markt, die in der Werbung für den Börsengang immer hochgespielt wird, sehr stark vom Briefgeschäft abhängt. Der Logistik-Anteil sei dagegen noch sehr gering. Der Briefsektor macht immer noch rund 90 Prozent der Post-Gewinne aus. Dies ist vor allem dem weitgehenden Monopol bei der Briefbeförderung zu verdanken, das Ende 2002 wegfallen soll.