Aktienhandel Die Langeweile bleibt
Frankfurt - Vorgesehen ist, die Schlussauktionen für die Indexberechnung auf 17.30 Uhr vorzuverlegen. Das wurde nach einer Sitzung des Sekundärmarktausschusses der Deutschen Börse bekannt. Grundsätzlich soll jedoch in allen Börsensegmenten auch weiterhin bis 20.00 Uhr gehandelt werden können.
Für den vorgezogenen Handelsschluss hatten sich vor allem die Banken stark gemacht. Grund sind die geringen Umsätze im späten Geschäft, die nach Ansicht vieler Marktteilnehmer in keinem Verhältnis zu den Kosten stehen.
Zuvor hatten sich bereits andere Börsen entschlossen, ihre Handelszeiten wieder einzuschränken. Schwache Nachfrage und fallende Kurse hatten zum Beispiel die Börse in Helsinki veranlasst, künftig wieder eine Stunde früher zu schließen.
Nach Angaben der Deutschen Börse muss der neue Vorschlag nun noch mit der Terminbörse Eurex besprochen und vom Börsenrat genehmigt werden. Der Handelsschluss war erst im Jahr 2000 auf 20.00 Uhr verlängert worden.