Aktienhandel: Größte Börse der Eurozone gegründet - DER SPIEGEL
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Aktienhandel Größte Börse der Eurozone gegründet

Die Aktienmärkte von Paris, Amsterdam und Brüssel wollen fusionieren und somit zum größten Handelsplatz in Euroland werden. Später könnten auch noch die Börsen von Madrid, Luxemburg und Mailand dazu stoßen.
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Brüssel - Sollten diese Pläne in die Tat umgesetzt werden, dann hätten die Sechs die Börse von London überflügelt und würden damit zum größten Aktienmarkt Europas aufsteigen. Doch vorerst soll es nur bei der Dreier-Allianz zwischen Paris, Amsterdam und Brüssel bleiben, bestätigten die Börsenleitungen in Brüssel.

Der Präsident der Pariser Börse, Jean-Francois Théodore, soll die Neugründung nach niederländischem Recht vier Jahre lang leiten, hieß es unter Berufung auf Brüsseler Finanzkreise. Die Dreier-Börse soll unter dem Namen "Euronext" mit ihrer operativen Arbeit im September beginnen.

Jeder der Partner soll ein spezielles Wertpapiersegment betreuen. Paris werde die für den Handel mit Blue Chips verantwortlich sein, in Amsterdam soll der Futures- und Derivatehandel angesiedelt werden, während Brüssel sich auf den Handel mit kleinen und mittleren Börsenwerten konzentriert, erklärten die drei Börsen. Der Wertpapierhandel werde jedoch über eine gemeinsame Plattform abgewickelt.

Der größte Handelsplatz der Euro-Zone ist bislang Frankfurt. In Kreisen der Deutschen Börse AG in Frankfurt wurde die geplante Dreierfusion nicht als Bedrohung gesehen, da dadurch die eigenen Pläne für eine Zusammenführung der europäischen Märkte vorangetrieben würden.

Acht europäische Börsenplätze (Frankfurt, London, Mailand, Madrid, Zürich, Amsterdam, Paris und Brüssel) wollen ihre Handelssysteme noch im Jahr 2000 miteinander zu einem Handels-Netzwerk für europäische Standardwerte verknüpfen. Auch eine gemeinsame Handelsplattform war angedacht worden. In den Börsenkreisen hieß es weiter, es sei nicht sicher, dass bei allen Vorhaben zur Zusammenführung der Märkte immer alle acht Partner dabei seien.