Aktienhöhenflug: SAP unter Druck - DER SPIEGEL
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Aktienhöhenflug SAP unter Druck

Die Rekordstände der SAP-Aktien an den Börsen haben offenbar auch eine Kehrseite. Ein Aktienoptionsprogramm für die Mitarbeiter soll den erwarteten Jahresgewinn der Walldorfer Softwareschmiede von 550 Millionen Euro auf 190 Millionen Euro verringern.
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Walldorf - Beim derzeitigen Kursniveau der SAP-Vorzugsaktie könnten die Beschäftigten Ansprüche aus dem "Star"-Programm für 1999 in Höhe von rund 600 Millionen Euro , berichtete die "Welt". Damit würde der Konzerngewinn mit 360 Millionen Euro belastet. Analysten rechnen nach Angaben des Blattes mit einem Gewinn von 550 Millionen Euro für 1999.

Ein Sprecher des Walldorfer Softwarehauses bezeichnete einen Bericht der "Welt" als reine Spekulation. Das Programm, das Mitarbeiterprämien in Abhängigkeit von Kurssteigerungen der SAP-Aktie vorsieht, laufe bis zum Sommer 2001. Man habe bereits im abgelaufenen Jahr Rückstellungen von 160 Millionen Euro dafür gebildet. Außerdem würden die Kosten aus dem Aktienoptionsprogramm als normale Personalkosten verbucht. Gegenwärtig nehmen rund 9000 Mitarbeiter an "Star" teil. Die voraussichtlichen Prämien würden bis dahin in mehreren Tranchen ausbezahlt. Zunächst stehe eine erste Tranche an, die ein Drittel des Volumens umfasse, so der Sprecher.

Trotz des Statements von SAP rutschte der Kurs heute an der Börse. Die Vorzugsaktie verlor rund vier Prozent und fiel auf 710 Euro.

"Star" ist auch ein Thema auf der außerordentlichen SAP-Hauptversammlung am Dienstag in Mannheim. Das Aktienoptionsprogramm, das 1997 aufgelegt worden war, hatte das Ziel, das Softwarehaus für Führungskräfte vor allem in den USA attraktiv zu machen. Doch der gewünschte Effekt sei ausgeblieben, räumte Vorstandssprecher Henning Kagermann kürzlich ein. Nun sollen die Aktionäre einer Nachbesserung von "Star" ebenso zustimmen wie dem Rückkauf eigener Wertpapiere.