Aktienkauf : Konkurrent Barclays steigt bei Commerzbank ein - DER SPIEGEL
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Aktienkauf Konkurrent Barclays steigt bei Commerzbank ein

Das gibt dem Aktienkurs Auftrieb: Die Commerzbank hat einen neuen Großaktionär – es ist eine Tochterfirma des britischen Konkurrenten Barclays. Am Finanzmarkt werden gleich neue Übernahmefantasien wach.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main – Um kurz nach zehn Uhr am Vormittag schoss der Kurs der Commerzbank  -Aktie auf einmal nach oben.

Der Anlass: eine Pflichtmitteilung der Frankfurter Bank, die um 10.02 Uhr über die Nachrichtenagenturen lief. Daraus geht hervor, dass der britische Konkurrent Barclays   über seine Fondstochter seinen Anteil an der Commerzbank aufgestockt hat. Die Londoner Gesellschaft Barclays Global Investors UK Holdings halte inzwischen 5,08 Prozent an der zweitgrößten deutschen Bank. Die meldepflichtige Schwelle von fünf Prozent sei am 24. Dezember überschritten worden.

Gegen 11.30 Uhr lag die Commerzbank-Aktie bei 25,78 Euro, ein Plus von 0,86 Prozent. Damit lief das Papier deutlich besser als der Dax  , der kaum verändert notierte. Auch andere Finanztitel legten zu. "Übernahmefantasien gibt es bei der Commerzbank bei solchen Nachrichten immer wieder mal", kommentierte ein Händler.

Zunächst sieht es allerdings so aus, als wäre die Barclays-Beteiligung ein reines Finanzinvestment ohne weitergehende Absichten. Allerdings hat Barclays bereits 2007 einen Versuch zur Übernahme eines Konkurrenten unternommen. Das 67-Milliarden-Euro-Gebot für ABN Amro   scheiterte aber, weil Barclays vom Konkurrenten Royal Bank of Scotland   ausgestochen wurde.

itz/Reuters/dpa