Aktienmärkte: Dax und MDax auf Rekordjagd - DER SPIEGEL
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Aktienmärkte Dax und MDax auf Rekordjagd

Die deutschen Aktienmärkte starten mit kräftigen Kursgewinnen in die Handelswoche: Der Dax notiert auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Der Nebenwerteindex MDax steigt zehn Jahre nach seiner Gründung so hoch wie noch nie.
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Frankfurt am Main - Der Dax   stieg am Vormittag um bis zu 0,6 Prozent auf 6150 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2001. Bis zum Mittag bröckelte der Leitindex wieder auf 6132 Punkte ab.

"Es fehlt an Anlage-Alternativen zu den Aktien", begründete Holger Pfeiffer, Aktienhändler bei Sal. Oppenheim, den Rekord. Derzeit würden Milliarden von Euro an Dividendengeldern ausgeschüttet - die würden die Anleger wieder investieren.

Auch die Nebenwerte profitierten von der hohen Liquidität der Anleger. Der Nebenwerteindex MDax   stieg bis zum Mittag um fast ein Prozent auf 9092 Punkte und notierte damit so hoch wie noch nie seit seiner Einführung vor gut zehn Jahren.

Spekulationen auf eine anschließende Zinssenkung in den USA nach der nächsten Zinsanhebung, die für diesen Mittwoch erwartet wird, hatten an der Wall Street am Freitag den Dow-Jones-Index auf das höchste Niveau seit sechs Jahren und den S&P-500-Index auf ein Fünf-Jahres-Hoch getrieben.

In Japan war der Nikkei-Index nach einer Serie von Feiertagen in der Vorwoche mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Ölpreis bleibt mit rund 70 Dollar je Barrel allerdings ein Risiko. Auch der mit über 1,27 Dollar relativ hohe Euro-Kurs dämpft die Stimmung vor allem bei den Exportwerten weiter etwas.

Größter Dax-Gewinner waren am Vormittag die Aktien von Adidas  , die in der Spitze 2,4 Prozent auf 165,90 Euro stiegen und damit den Verlust von Freitag wieder wettmachten.

Der Anstieg ist nach Händleraussagen durch die Reaktion auf die Aussagen von Adidas-Chef Herbert Hainer begründet, das Geschäft mit der Fußball-WM laufe fantastisch und übertreffe alle Erwartungen. Hainer hatte am Wochenende in einem Interview gesagt, dies werde sich schon in den am Dienstag anstehenden Quartalszahlen zeigen.

Auf der Verliererseite standen mit einem Abschlag von rund einem Prozent die Aktien von ThyssenKrupp  , die am Freitag durch Übernahmephantasien und Spekulationen auf eine Anhebung der Prognose um rund sieben Prozent gestiegen waren. Der Stahlkonzern legt am Freitag seinen Quartalsbericht vor.

ank/rtr