Aktienmarkt: Krasse Unterbewertung? - DER SPIEGEL
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Aktienmarkt Krasse Unterbewertung?

Von Aktien wollen die meisten Anleger derzeit nichts wissen - für Finanzexperten ein absurdes Verhalten. Jetzt seien nämlich viele Schwergewichte billig zu haben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tatsächlich liegen die Kurse deutscher Standardwerte heute oft weit unter dem Substanzwert. Commerzbank oder HypoVereinsbank sind für die Hälfte ihres Buchwertes zu haben. Als ähnlich preiswert gelten Volkswagen, Deutsche Telekom, ThyssenKrupp oder die jüngst arg gebeutelte WCM. Laut deren Bilanzen liegt der Wert der Aktiven wie etwa Immobilien deutlich höher als die aktuelle Marktkapitalisierung. Doch solche Rechnungen sind mit Vorsicht zu genießen, denn sie sind nur ein Indiz für eine Unterbewertung. "Die Aussagekraft des Buchwertes ist begrenzt", warnt Dirk Gojny, Chefanalyst der Hamburgischen Landesbank, "oft weiß man nicht, ob sich diese Preise bei einem Verkauf realisieren lassen oder ob es für die bilanzierten Vermögenswerte überhaupt einen Markt gibt."