Aktionärs-Vertretung: Fusion senkt Kosten - DER SPIEGEL
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Aktionärs-Vertretung Fusion senkt Kosten

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) erhofft sich positive Impulse von einer Fusion zwischen Deutscher Bank und Dresdner Bank. Denkbar seien Kostenreduzierungen und Vorteile in der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker sagte, kartellrechtlich dürfte ein Zusammengehen der beiden Frankfurter Geldhäuser keine Probleme bringen, allenfalls wäre es ein Fall für die Wettbewerbshüter in Brüssel. In Deutschland sei bei einem Zusammenschluss allerdings mit einem massiven Personalabbau zu rechnen.

Die Fusionspläne sieht der Aktionärsvertreter auch von Befürchtungen vor einer Übernahme durch Dritte getrieben. Zusammen würden Deutsche und Dresdner Bank das größte Geldhaus der Welt bilden mit einer Börsenkapitalisierung, die sie davor schütze, geschluckt zu werden. Strategisch wäre aus internationaler Sicht eine Fusion vor allem für den asiatischen Raum samt Japan interessant, wo beide Banken bislang relativ schwach vertreten seien. Für die Deutsche Bank könnte es zudem reizvoll sein, über die Dresdner Einfluss auf die französische BNP zu bekommen. Die Dresdner Bank ihrerseits könnte im Direct Banking und im E-Commerce von dem erfolgreicheren Auftritt des Branchenprimus profitieren.

Schwierigkeiten beim Zusammengehen könnte es nach Hockers Ansicht indes auf dem Gebiet der Unternehmenskulturen geben. Schließlich hätten sich beide Kreditinstitute über Dekaden hinweg als schärfste Konkurrenten betrachtet. Hocker betonte aber, dass es für eine abschließende Meinung über die mögliche Fusion noch zu früh sei.