Aktionärsschützer: Klage gegen Ex-Infomatec-Chefs - DER SPIEGEL
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Aktionärsschützer Klage gegen Ex-Infomatec-Chefs

Für die in Untersuchungshaft sitzenden Ex-Vorstände der Softwarefirma Infomatec kommt es noch ärger: Aktionärschützer haben die nächste Klage eingereicht.
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Frankfurt am Main - Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hat die beiden ehemaligen Infomatec-Vorstände Gerhard Harlos und Alexander Häfele auf Schadenersatz verklagt. Wie die SdK am Freitag in Frankfurt mitteilte, beabsichtigt sie in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, den genauen Kreis der betroffenen Infomatec-Aktionäre zu ermitteln. Harlos und Häfele befinden sich seit Mitte November wegen des Verdachts auf Kursbetrug und Insiderverstöße in Untersuchungshaft.

Sie sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Situation des Softwareunternehmens mittels unwahrer Ad-hoc-Mitteilungen falsch dargestellt und damit den Aktienkurs in die Höhe getrieben haben. Die beiden Vorstände hätten dies ausgenutzt, um durch den Verkauf eigener Aktien einen Profit von 56 Millionen Mark zu erzielen. Die am Frankfurter Neuen Markt notierten Infomatec-Aktien wurden am Freitag bei 1,90 Euro gehandelt. Ihr Jahreshoch erreichten die Titel Mitte Februar bei 53 Euro.

Die Zahl der betroffenen Infomatec-Aktionäre wird der SdK zufolge die Strafhöhe für Harlos und Häfele bestimmen. Nach Angaben der SdK bestehen Anhaltspunkte dafür, dass Schadenersatzansprüche gegen die ehemaligen Infomatec-Vorstände geltend gemacht werden können. Die beiden Infomatec-Vorstände verfügen den Angaben zufolge über Aktienpakete und Vermögen, aus denen gegebenenfalls Anleger entschädigt werden können.