Aktionärswechsel Österreicher steigen bei Leica ein
Hamburg/Solms - Der Schweizer Industrielle Stephan Schmidheiny, der Leica 1996 an die Börse brachte, habe seinen Anteil von rund 14 auf knapp unter 5 Prozent verringert, berichtet die "Financial Times Deutschland". Ebenso trenne sich die in Familienbesitz befindliche Deutsche Steinindustrie AG von ihrem 14-Prozent-Anteil.
Die Pakete habe die in der Öffentlichkeit unbekannte ACM Projektentwicklung mit Sitz in Salzburg gekauft. Sie halte nach Angaben im Bundesanzeiger jetzt 27,2 Prozent an Leica. "Hinter ACM stehen Privatinvestoren und kein Mitbewerber oder ein anderes Markenunternehmen", sagte ein Leica-Sprecher der "FTD" auf Anfrage.
Wie der Leica-Sprecher weiter erklärte, begrüße der Vorstand den Eintritt von ACM, "der als neuer Großaktionär an mittelfristigen Perspektiven interessiert ist". Im vergangenen Jahr übernahm ACM bereits die kleine Leica-Tochter Viaoptic, ehemals Feinwerktechnik Wetzlar.
Mit dem Aktionärswechsel bleibt der seit Jahren in einer Sanierungsphase steckende Kamerahersteller aus Solms bei Wetzlar weiter branchenunabhängig. Gleichzeitig endet aber praktisch auch die Ära von Schmidheiny als Großaktionär, dem die ehemals deutlich größere Leica-Gruppe gehörte.