Alarmsignal: Druckersparte bei Hewlett-Packard kriselt - DER SPIEGEL
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Alarmsignal Druckersparte bei Hewlett-Packard kriselt

Besonders üppig war das Gewinnplus bei PCs: Der Tech-Konzern Hewlett-Packard hat seine Ergebnisse deutlich gesteigert, die Analysten aber nur teilweise zufriedengestellt. Der neue Chef Mark Hurd musste außerdem eine unerfreuliche Überraschung erklären.
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San Francisco - Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein bei HP: In den drei Monaten bis zum 30. April sei der Nettogewinn auf 966 Millionen Dollar oder 33 Cent je Aktie gestiegen, teilte der Konzern gestern nach Börsenschluss in den USA mit. Im Vergleichszeitraum 2004 waren es 884 Millionen Dollar oder 29 Cent je Anteilschein.

HP-Aktien legten im nachbörslichen Handel denn auch auf 22,06 Dollar zu, von 21,55 Dollar bei Schluss der Wall Street.

Ohne Sonderposten seien 37 Cent je Aktie verdient worden, so die Mitteilung weiter. Ein Plus auch beim Umsatz: Dieser sei um 7,2 Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar von 20,1 Milliarden Dollar gesteigert worden. Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 36 Cent bei Einnahmen von 21,4 Milliarden Dollar vorausgesagt.

Notebook-Verkauf boomt

HP   stockte den Umsatz in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um zehn Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar auf. Der Konzern setzte in Nord- und Südamerika 8,8 Milliarden Dollar um, plus vier Prozent. In Asien legte der Konzernumsatz um neun Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu.

Bemerkenswert ist: Im PC-Geschäft, in dem HP von Konkurrenten wie Dell   bedrängt wird, stiegen die Profite besonders deutlich. Dagegen gab es bei der wichtigen Druckersparte sogar einen Gewinnrückgang. Hewlett-Packard ist der weltgrößte Druckerhersteller und der zweitgrößte PC-Anbieter. Firmen wie Lexmark machen Hewlett-Packard bei Druckern zu schaffen. Dort gibt es heftige Preiskämpfe.

Der Umsatz der PC-Sparte erhöhte sich um sechs Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Hewlett-Packard steigerte dabei den Desktop-Umsatz nur um ein Prozent, während der Notebook-Umsatz um zehn Prozent höher ausfiel. Der operative Gewinn der PC-Sparte verdreifachte sich auf 147 Millionen Dollar.

Die Druckersparte erhöhte ihren Umsatz um fünf Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn fiel allerdings deutlich auf 814 Millionen Dollar, nach 952 Millionen. HP verwies unter anderem auf Belastungen von 71 Millionen Dollar für Personalabbau und Preisaktionen im Hardware-Sektor.

Hurd: "Raum für Besserung"

Der neue Konzernchef Mark Hurd sprach von einem "soliden Quartal". Trotzdem lasse die Gesamtleistung noch Raum für eine Besserung. Hurd hatte Carly Fiorina abgelöst. Die ehemalige Hewlett-Packard-Chefin musste im Februar aufgeben - unter anderem, weil sie die Erwartungen nach der Übernahme von Compaq Computer im Jahr 2002 nicht voll erfüllen konnte. Hurd hatte sein Amt im März angetreten.

Für das laufende Quartal ist HP vorsichtig: Der Konzern erwartet nur noch einen Gewinn je Anteilschein von 29 Cent bis 31 Cent und einen Umsatz von 20,3 Milliarden bis 20,7 Milliarden Dollar.

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