Alaska Marode BP-Pipelines wieder in Betrieb
Washington - Der britische Energieriese BP darf nun doch früher wieder Öl in Alaska fördern als zunächst angenommen. Das US-Verkehrsministerium erteilte die Genehmigung, im Osten des Ölfelds Prudhoe Bay einige Leitungen zu Test- und Reinigungszwecken wieder in Betrieb zu nehmen. Noch Anfang August hatte BP die Förderung stoppen müssen, weil aus maroden Rohren Millionen Liter Öl ausgelaufen waren.
Nun werden in den Leitungen Roboter eingesetzt, die die Innenwände der Pipelines kontrollieren sollen. Diese Roboter, sogenannte "Smart Pigs", funktionieren nur, wenn Öl durch die Leitungen fließt.
"Dies ist ein wichtiger Meilenstein in unserem Bestreben, das gesamte Ölfeld Prudhoe Bay, schon Monate bevor wir die defekten 16 Meilen der Leitungen ersetzt haben, wieder in Betrieb zu nehmen", sagte BP-Vizepräsident David Peattie. Etwa sechs Wochen lang werden die Roboter laut BP arbeiten müssen, um den Zustand der Leitungen mit Sicherheit zu bestimmen. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Leitungen nicht mehr betriebsbereit sind, müsste BP einen temporären Bypass um die 16 Meilen beschädigter Pipeline legen.
Trotzdem kündigte BP an, innerhalb einer Woche wieder 150.000 Barrel Öl in Prudhoe Bay zu fördern. Insgesamt wächst die Förderung in Alaska auf 400.000 Barrel. Damit wäre man den ursprünglichen Schätzungen zur Wiederaufnahme der Förderung um Monate voraus.
bay/Dow Jones