Alcatel: Rückzug aus dem Handy-Geschäft - DER SPIEGEL
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Alcatel Rückzug aus dem Handy-Geschäft

"Der europäische Markt für Mobiltelefone ist in einer Krise", sagt Alcatels Finanzchef Jean-Pierre Halbron. Die Franzosen senken ihre Prognosen fürs Telefongeschäft und lagern die Handy-Produktion aus.
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Paris - Alcatel hat im ersten Quartal 2001 zwar einen um vier Prozent höheren operativen Gewinn ausgewiesen als im Vorjahr, setzte zugleich aber seine Prognosen für das Telekomgeschäft im Gesamtjahr herab. Man erwarte nunmehr ein Plus von fünf bis 15 Prozent, hieß es. Zuvor hatte das Unternehmen noch mit einem Umsatzplus von bis zu 25 Prozent gerechnet.

Der französische Telekomausrüster kündigte an, die Produktion seiner Mobiltelefone an den Elektronikhersteller Flextronics auszulagern. Der Geschäftsbereich habe im ersten Quartal 2001 ungefähr 150 Millionen Euro Verlust gemacht. Trotzdem wolle man nicht komplett aus dem Handy-Geschäft auszusteigen. Man sei möglicherweise offen für eine Allianz.

Insgesamt wies Alcatel in den ersten drei Monaten einen operativen Gewinn von 118 (Vorjahreszeitraum 113) Millionen Euro aus. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 21 Prozent auf 7,402 (Vorjahr 6,124) Milliarden Euro.

Die kurzfristige Entwicklung der Branche sei nur schwer abzuschätzen. Das ungünstige Wirtschaftsumfeld in den USA halte an, auch in Europa sei in einigen Bereichen geringeres Wachstum feststellbar. Alcatel-Chef Serge Tchuruk sagte, das Unternehmen strebe weiterhin einen 15-prozentigen Marktanteil bei der Ausrüstung von UMTS-Netzen an.

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