Allianz: Die schwere Last der Dresdner Bank - DER SPIEGEL
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Allianz Die schwere Last der Dresdner Bank

Die Allianz hat ihre Gewinnerwartungen für das laufende Jahr nach Verlusten im zweiten Quartal überraschend gesenkt. Vor allem der Bankbereich macht Sorgen.
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München - Die geplante Gewinnverdoppelung auf drei Milliarden Euro sei wohl in diesem Jahr nicht erreichbar, teilte das Unternehmen   am Mittwochabend mit. Wegen der Krise an den Finanzmärkten und der schlechten Ergebnisse im Bankbereich sei im zweiten Quartal ein Konzernverlust von rund 350 Millionen Euro angefallen. Der Allianz-Aktienkurs war am Abend bis Handelsschluss um 11,46 Prozent auf 145,30 Euro eingebrochen.

Die Allianz-Tochter Dresdner Bank beschloss ein umfassendes Sparpaket. Laut Allianz-Angaben ergibt sich einschließlich bereits früher verkündeter Maßnahmen ein Kostensenkungsprogramm von knapp zwei Milliarden Euro, das größtenteils schon im Jahr 2003 greifen werde. Ein Sprecher der Dresdner Bank wollte nicht kommentieren, ob ein weiterer Stellenabbau geplant ist.

Das Kreditinstitut, das vor einem Jahr von der Allianz übernommen worden war, will sich am heutigen Donnerstag zu der Situation äußern. Vor allem im Bankbereich werde das Ergebnis für das erste Halbjahr deutlich negativ ausfallen und damit signifikant unter den Erwartungen liegen, hieß es in der Mitteilung der Allianz.

Eine neue Gewinnprognose gab der Konzern nicht ab. Niemand könne einschätzen, wie sich die Kapitalmärkte weiter entwickelten, sagte Allianz-Vorstand Helmut Perlet laut einem Interview auf der Internetseite der Allianz.

Im ersten Quartal hatte die Allianz noch einen Netto-Gewinn von 1,9 Milliarden Euro erzielt. Dabei wurde das Ergebnis aber stark von Veräußerungsgewinnen beeinflusst. Im ersten Halbjahr verblieb nach dem schwachen zweiten Quartal noch ein Überschuss von rund 1,6 Milliarden Euro.