Allianz: Dresdner Bank gut verdaut - DER SPIEGEL
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Allianz Dresdner Bank gut verdaut

Die Entschädigungszahlungen nach den Terroranschlägen vom 11. September schlagen bei der Allianz noch stärker zu Buche als zunächst angenommen. Trotzdem hält der Allfinanz-Konzern an seiner Jahresprognose fest.
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München - Inzwischen werde mit 1,5 Milliarden Euro Schadensbelastung durch die Anschläge gerechnet, teilte die Allianz am Mittwoch in München mit. Zuletzt war die Allianz von einer Milliarde Euro ausgegangenen. Dennoch werde die bereits gesenkte Gewinnprognose von 1,7 Milliarden Euro für das Gesamtjahr erreicht.

In ihrem erstmals für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegten Zwischenbericht wies Deutschlands größter Allfinanzkonzern ein Ergebnis vor Steuern und Goodwill-Abschreibungen von 3,3 Milliarden Euro aus. Daraus erbebe sich ein Nettoüberschuss von 1,3 Milliarden Euro. Die im Sommer übernommene und mittlerweile bilanztechnisch im Konzern konsolidierte Dresdner Bank habe mit 314 Millionen Euro zu diesem Ergebnis beigetragen.

Die gesamten Bruttobeitragseinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft kletterten nach Konzernangaben um acht Prozent auf 54,9 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern eine Steigerung der Beitragseinnahmen um sieben Prozent, die vor allem von hohen Zuwachsraten in der Schaden- und Unfallversicherung getragen werde.

Durch die Integration der Dresdner Bank habe sich das Neugeschäft bereits deutlich erhöht, hieß es. Unter Einbezug das Finanzhauses stieg die Zahl der weltweit für das Unternehmen tätigen Mitarbeiter den Angaben zufolge bis zum 30. September von rund 62.000 auf mehr als 181.000.

Der Gewinn in den ersten neun Monaten fiel mit rund 1,3 Milliarden Euro höher aus als von Analysten erwartet. Die Finanzexperten waren im Schnitt von 1,14 Milliarden Euro ausgegangen. Trotzdem gab der Kurs der Allianz-Aktie in den ersten Minuten nach Bekanntgabe der Bilanzzahlen an der Frankfurter Börse um 2,59 Prozent auf 271,40 Euro nach.