Allianz/Dresdner Grünes Licht aus Brüssel
Brüssel - So müssen beide Unternehmen bis Ende 2002 ihre Beteiligung bei der Münchener Rückversicherung auf zusammen 20,5 Prozent reduzieren, sagte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Donnerstag in Brüssel. Derzeit halte die Allianz 24,9 Prozent an der Münchener Rück, die Dresdner Bank 7,4 Prozent. Beide Firmen verpflichteten sich, ihre Stimmrechte bei der Münchener Rück ab sofort zu begrenzen.
Nach Angaben der Sprecherin haben Allianz und Dresdner Bank während der sechswöchigen Wettbewerbsuntersuchung von sich aus angeboten, ihre Überkreuz-Beteiligung zwischen Allianz und Dresdner einerseits und Münchner Rück andererseits zu verringern. Dies sei aber nur eine Absichtserklärung gewesen. Für die Genehmigung ihrer Fusion habe es jetzt eine formelle Verpflichtung zur Anteilsbegrenzung gegeben. Die Wettbewerbsprüfungen der EU-Kommission dauern bei Fusionen dieser Größenordnung üblicherweise wesentlich länger.
Die Allianz hat die Entscheidung begrüßt. "Wir freuen uns über das Grüne Licht aus Brüssel. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung unserer Integrationspläne", erklärte Allianz-Vorstandsvorsitzender Henning Schulte-Noelle. Nunmehr werde das Unternehmen sofort daran gehen, sein Leistungsangebot als integrierter Finanzdienstleister für Altersvorsorge und Vermögensaufbau auf den Markt zu bringen.