Allianz Leben Allianz scheitert mit Angebot an Lebensversicherer
München - Im Rahmen des Ende Februar aufgelegten Angebots boten Allianz Leben -Aktionäre insgesamt nur knapp 163.000 Aktien bzw 1,55% des Grundkapitals an, teilte das Unternehmen mit. Damit konnte die Allianz zwar ihren Anteil auf 92,58 Prozent von zuvor 91,03 Prozente aufstocken. Jedoch erreichte sie die für den geplanten Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze out) erforderlichen 95 Prozent nicht. Die Angebotsfrist war am Donnerstag abgelaufen.
Die Allianz Leben werde mit dieser Aktionärsstruktur auch in Zukunft erfolgreich am Markt sein, teilte die für das Deutschland-Geschäft zuständige Inlandsholding ADAG mit. "Die Tatsache, dass ein Squeeze-out bei Allianz Leben nicht möglich ist, schränkt unsere gesellschaftsrechtliche Position nicht ein", erklärte ADAG-Finanzvorstand Karl-Hermann Lowe. Ein neues Angebot an die Aktionäre schloss er aus. Die Allianz hatte den freien Aktionären 750 Euro je Aktie in bar geboten. Eine Nachbesserung der Offerte hatte Europas größter Versicherer wiederholt abgelehnt.
Erst im Herbst letzten Jahres hatte die Allianz die Verschmelzung mit ihrer italienischen Tochter RAS Holding abgeschlossen. Derzeit läuft bis 20. April zudem ein Angebot an die Aktionäre der französischen AGF, deren noch rund 42,4% zu übernehmen. Allerdings haben AGF-Minderheitsaktionäre Widerstand angekündigt. Bei dem gemischten Gebot will die Allianz neben 87,50 Euro in bar den Anteilseignern 0,25 eigene Aktien für ein AGF-Papier zahlen. Zudem wird die Summe um 0,95 Euro je Aktie erhöht, da die für das Angebot neu auszugebenden Allianz-Aktien für 2006 nicht dividendenberechtigt sind.
Die Notierung der Allianz-Aktie schloss am Montag im Xetra-Handel leicht besser als der DAX mit einem Plus von 0,81% bzw 1,24 Euro bei 154,95 Euro. Im späten Parkett-Handel in Frankfurt notierte die Aktie zum Schluss mit 154,80 Euro.
reh/Dow Jones