Allianz: Quartalsgewinn genügt den Analysten nicht - DER SPIEGEL
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Allianz Quartalsgewinn genügt den Analysten nicht

Nach dem vergangenen Geschäftsjahr mit herben Verlusten ist die Allianz wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Zu wenig: Die Fachleute hatten größere Erwartungen an Europas größten Versicherungskonzern gestellt.
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München - Der Nettogewinn bis Ende September habe 421 Millionen Euro betragen, teilte die Allianz am Freitag in München mit. Analysten hatten nach neun Monaten im Durchschnitt einen Gewinn von deutlich mehr als 500 Millionen Euro erwartet.

Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen vor allem wegen hoher Kosten für die Flut in Mittel- und Osteuropa, den Umbau der Dresdner Bank sowie Abschreibungen auf Aktien einen Verlust von 924 Millionen Euro verbucht.

Die Bruttobeitragseinnahmen seien in den ersten neun Monaten von 61,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 64,2 Milliarden Euro geklettert. Die Schaden-Kosten-Quote im Schaden- und Unfallgeschäft habe sich von 106,7 Prozent im Vorjahr auf 96,6 Prozent verbessert. Ab einer Quote von unter 100 Prozent sind die Schadenszahlungen und Verwaltungskosten aus den Prämieneinnahmen gedeckt.

Im Banksegment seien die operativen Erträge von 5,77 Milliarden Euro auf 5,24 Milliarden Euro gefallen. Die Risikovorsorge sank von 1,836 Milliarden Euro auf 715 Millionen Euro. Bei den Verwaltungsaufwendungen im Bankbereich verzeichnete die Allianz einen Rückgang von 5,473 Milliarden Euro auf 4,596 Milliarden Euro.