Allianz: Sony und Ericsson rollen UMTS-Markt auf - DER SPIEGEL
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Allianz Sony und Ericsson rollen UMTS-Markt auf

Handyhersteller Ericsson und Entertainment-Spezialist Sony gründen ein Gemeinschaftsunternehmen, das UMTS-Handys und -Inhalte herstellen soll. Beobachter sehen jetzt Siemens in Gefahr.
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Tokio/Stockholm - Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Sony Ericsson Mobile Communications wird voraussichtlich am 1. Oktober den Geschäftsbetrieb aufnehmen, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Hauptsitz wird London sein.

Das neue Unternehmen werde verantwortlich für Forschung und Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Service von Mobiltelefonen sein. Die beiden Muttergesellschaften würden eng zusammenarbeiten. Dank der Erfahrung der Mütter sei das Gemeinschaftsunternehmen im UMTS-Markt bestens aufgestellt. Vorstandschef Kurt Hellström sagte in Stockholm: "Wir wollen die Nummer Eins bei Mobiltelefonen werden."

In Tokio erklärte Sony-Chef Kunitake Ando gleichzeitig, bei der Entscheidung für die Allianz habe nicht zuletzt das große Produktionsvolumen der Schweden eine Rolle gespielt. Nach Aussage von Hellström soll das neue Gemeinschaftsunternehmen von Beginn an mit Gewinn arbeiten. Die Allianz muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Ericsson hatte im ersten Quartal dieses Jahres einen deutlichen operativen Verlust verzeichnet und ein "Effizienz-Programm" angekündigt, das unter anderem die Streichung von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen vorsieht.

Nachdem in der vergangenen Woche erste Gerüchte über die Mega-Allianz auftgetaucht waren, hatten Börsianer bereits Probleme auf Siemens zukommen sehen. Die Mobilfunksparte von Siemens könnte demnach zwischen Marktführer Nokia und der neuen Macht stark unter Druck geraten.