Allianz Terrorschäden halbieren Gewinn
München - Vor allem das Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen sei kräftig gewachsen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. So blieb der Allianz trotz der Terrorzahlungen immer noch ein Gewinn ohne Sondereffekte von 1,7 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren unter dem Strich 2,4 Milliarden Euro übrig geblieben.
Die Aktie des Konzerns schoss nach Bekanntgabe der Zahlen nach oben und notierte gegen 15 Uhr bei 247,5 Euro - ein Plus von 5,6 Prozent, mehr als bei jedem anderen Dax-Wert. Ein Grund für den Anstieg dürfte sein, dass der Allianz-Vorstand trotz des Gewinneinbruchs eine unveränderte Dividende von 1,50 Euro je Aktie vorschlagen will.
Ebenfalls positiv wirkte sich aus, dass die Allianz die Erwartungen der meisten Analysten übertroffen hat. Für das Geschäftsjahr 2002 rechnet der Allfinanzkonzern zudem mit einem Umsatzwachstum im Versicherungsgeschäft von rund vier Prozent. Das Ergebnis werde vermutlich bei insgesamt drei Milliarden Euro liegen.
Die Bruttobeitragseinnahmen im Versicherungsgeschäft der Allianz-Gruppe seien gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent von 68,7 auf 74,2 Milliarden Euro gestiegen, hieß es weiter. Den prognostizierten Zuwachs von fünf Prozent habe der Konzern damit noch übertroffen.