Altana: Konzernchef streicht 1250 Stellen - und wird Ethik-Professor - DER SPIEGEL
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Altana Konzernchef streicht 1250 Stellen - und wird Ethik-Professor

Die Personalie hat es in sich: Nikolaus Schweickart, langjähriger Chef des Pharmakonzerns Altana, ist zum Professor für Unternehmensethik ernannt worden. Weil er in seiner Zeit bei Altana 1250 Arbeitsplätze abgebaut hat, regt sich nun Widerstand.
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München - Schweickart soll seine Honorarprofessur zum Thema Unternehmensethik niederlegen. Das fordern der Betriebsrat von Altana-Pharma in Konstanz und der Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Freiburg, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Schweikarts Berufung könnten viele Beschäftigte von Altana nicht nachvollziehen, heißt es in einem Schreiben an den Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Rainer Klump.

Die Frankfurter Uni hatte dem 63-Jährigen am 22. März eine Honorarprofessur mit den Schwerpunkten Unternehmensethik und Corporate Governance (gute Unternehmensführung) verliehen. Am selben Tag hatten die Mitarbeiter von Altana-Pharma erfahren, dass 1250 von ihnen den Arbeitsplatz verlieren, davon 930 Beschäftigte in Deutschland. Altana war zu Jahresbeginn für 4,7 Milliarden Euro an die dänische Firma Nycomed verkauft worden. Schweickart hatte diesen Kauf vorangetrieben - obwohl sich Nycomed in der Hand von Finanzinvestoren befindet und ein Stellenabbau absehbar war.

"Es kann nach Auffassung der Beschäftigten nicht sein, dass sie für falsche Weichenstellungen des Vorstands die Zeche zu zahlen haben, und dieser für sein Engagement für Unternehmensethik gewürdigt wird", kritisieren die Arbeitnehmer in dem Brief an den Dekan, wie die "SZ" schreibt. "Zu einer ethischen Unternehmensführung gehört die soziale Verantwortung für die Beschäftigten."

wal