Alte Währungen Münzen zu Bierfässern
Hamburg - Ein Teil der deutschen Silbermünzen wird ebenso wie das portugiesische Escudo-Kleingeld geschmolzen und für die Prägung neuer Münzen etwa nach Afrika exportiert. Ein anderer Teil der Münzmassen - Eisen in Kupferschlacke - wird zu Steinen geformt und ins Wasser geworfen. Das Material, das schwerer ist als Granit, wird beispielsweise zur Uferbefestigung der Elbe eingesetzt.
Die spanischen Peseten können wegen ihrer Legierung nicht zur Prägung anderer Münzen verwendet werden. Nach dem Einschmelzen sollen deshalb aus den Ein-Peseta-Münzen Bierfässer hergestellt werden, aus den übrigen Stücken werden Kühlleitungen und Schiffsschrauben gefertigt.
Die Finnen streiten sich noch über die Verwendung der wertlos gewordenen 130 Millionen finnischen Geldscheine. Die Zentralbank möchte einen Teil des Papiergelds als Rohmaterial zum Kompostieren zur Verfügung stellen. Der Erfinder Reijo Louko sieht das als "Geldverschwendung" und findet sein eigenes Konzept besser: Er will die finnischen Scheine in dicken Schichten auf Holzplatten leimen und als Isoliermaterial verwenden.