Altersversorgung: Rentnern droht Nullrunde - DER SPIEGEL
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Altersversorgung Rentnern droht Nullrunde

Die Logik ist einfach: Gibt es nichts zum Verteilen, kann nichts verteilt werden. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt schloss eine neue Nullrunde für Rentner nicht aus. Das wäre das dritte Mal in Folge.
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Berlin - Die SPD-Ministerin forderte im Deutschlandfunk die Rentner auf, Verständnis für die Situation zu haben. Die Beschäftigten müssten derzeit auf Vieles verzichten, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Überstundenzuschläge. In dieser Situation habe jeder seinen Teil beizutragen. "Wenn es wieder vorwärts geht, wenn die Beschäftigung wächst, wenn es mit der Wirtschaft aufwärts geht, werden auch die Älteren wieder daran partizipieren", sagte die Ministerin.

Die knapp 20 Millionen Rentner haben bereits im vergangenen Jahr eine Nullrunde hinnehmen müssen. Auch in diesem Jahr soll es keine Erhöhung der Altersbezüge geben. Die Renten werden jedes Jahr zum 1. Juli an die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter des Vorjahres angepasst. Die Bundesregierung geht davon aus, dass Löhne und Gehälter 2005 um 1,6 Prozent zulegen. Experten bewerten diese Annahme als zu optimistisch.

Schmidt bekräftigte zugleich, dass bis zur Bundestagswahl im kommenden Jahr ein Konzept für eine Reform der Pflegeversicherung vorliegen werde. Die entscheidende, und noch nicht ausdiskutierte Frage sei dabei, wie sich die finanzielle Basis der Versicherung langfristig stabilisieren lasse. Sollte in der Krankenversicherung der Weg der einheitlichen Bürgerversicherung gegangen werden, werde man ihn auch in der Pflegeversicherung einschlagen, sagte die Ministerin.