Altersversorgung: Schily will Pensionsfonds für Beamte - DER SPIEGEL
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Altersversorgung Schily will Pensionsfonds für Beamte

Für jeden neuen Bundesbeamten will der Staat vom Jahr 2005 an mindestens 20 Prozent des Verdienstes in einen eigenen Pensionsfonds einzahlen. Der Beitrag soll zusätzlich zum Gehalt fließen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Das sieht nach Informationen des SPIEGELs ein Gesetzentwurf von Innenminister Otto Schily zum Aufbau einer "Versorgungsrücklage des Bundes" vor, der zurzeit erarbeitet wird. Mit dem Geld will der Staat einen Kapitalstock aufbauen, aus dem später ein wachsender Teil seiner Pensionslasten finanziert werden soll. Verwalten wird das Vermögen die Bundesbank, angelegt werden sollen die Mittel vor allem in in- und ausländischen Staatspapieren sowie zu höchstens 30 Prozent in Aktien.

Mit dem Fonds möchte Schily die Beamtenversorgung grundlegend umbauen. Heute sammelt der Bund nur geringe Rücklagen für die Altersversorgung seiner Staatsdiener an - der Löwenanteil wird aus dem laufenden Haushalt finanziert. Künftig sollen die Pensionen vollständig durch Kapital gedeckt sein. Dadurch würden die "Personalkosten jeweils von der Generation getragen, die auch die Leistungen in Anspruch nehmen wird", so Schily vergangene Woche auf einer Tagung in Bad Kissingen.