American Airlines: "Immer noch in Lebensgefahr" - DER SPIEGEL
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American Airlines "Immer noch in Lebensgefahr"

Trotz der Milliardenhilfe vom Staat sieht es für die amerikanischen Fluglinien alles andere als gut aus. Der Chef von American Airlines bat seine verbleibenden Mitarbeiter um Lohnverzicht und strich sich selbst das Gehalt.
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New York - Donald J. Carty, Vorstandsvorsitzender der Fluggesellschaft, will für den Rest des Jahres kein Geld mehr. Angesichts der dramatischen Situation seines Unternehmens verzichtete er auf sein Gehalt und alle anderen Bonuszahlungen.

"Einfach gesagt sind das Hilfspaket der Regierung und der massive Stellenabbau noch nicht genug, um das Unternehmen zu retten", so Carty in einer Telefonnachricht an alle Mitarbeiter. "Unsere Passagiere sind noch nicht zurück und das bedeutet, dass unsere Fluggesellschaft und die gesamte Industrie immer noch in Lebensgefahr ist."

Angesichts der Massenentlassungen von rund zwanzig Prozent der Mitarbeiter hat bei der größten amerikanischen Fluggesellschaft längst die Diskussion über die Gerechtigkeit der Bezahlung begonnen. Carty beispielsweise hatte laut "Wall Street Journal" im Jahr 2000 trotz massiver Verluste seiner Fluggesellschaft neben einem Gehalt von 772.500 Dollar Bonuszahlungen in Höhe von rund 1,4 Millionen Dollar erhalten.

Die Mitarbeiter von American Airlines sollen die Höhe ihres freiwilligen Lohnverzichts selbst festlegen. Von jedem Dollar, den die Mitarbeiter in der Firmenkasse lassen, sollen 20 Cent in einen Hilfsfonds fließen. Damit will die Fluggesellschaft eigene Mitarbeiter oder deren Angehörige unterstüzen, die unter den Folgen der Terroranschläge besonders stark leiden.

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