Amerikas Arbeitsmarkt Bush rehabilitiert
Washington - Die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich im Januar um 146.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte.
Volkswirte waren zwar enttäuscht von den Daten: Sie hatten mit einem Zuwachs von sogar 190.000 Stellen gerechnet. Das Plus reicht aber aus, um die Zahl der Jobs wieder auf den Stand vom Februar 2001 zu heben und die Verluste aus der ersten Amtszeit von Präsident George W. Bush auszugleichen. Wegen der geringeren Zahl der Arbeitsuchenden sank die Arbeitslosenquote außerdem von 5,4 auf 5,2 Prozent.
Weiter sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit
"Es läuft nicht hervorragend, aber es läuft", fasste Volkswirt Patrick Franke von der Commerzbank die Lage zusammen. Schließlich sei auch der Investitionszyklus noch in einem frühen Stadium. Der weitere Rückgang der Arbeitslosenquote wirke bei der breiten Bevölkerung bereits psychologisch positiv.
Deutlich pessimistischer schätzt die Allianz die Lage ein. Der "enttäuschend geringe" Stellenzuwachs in den USA sei ein ernstes Warnsignal für die US-Wirtschaft. Allianz-Volkswirt David Milleker sagte: "Der Aufschwung ist nicht robust, er steht weiter auf wackeligen Füßen."
Nach Angaben des Arbeitsministeriums ist die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen weiterhin hoch, obwohl sie von 17,6 auf 16,3 Prozent gesunken sei. Der Anstieg der Stundenlöhne war im Berichtszeitraum moderater als erwartet: Sie kletterten nur um 0,1 Prozent zum Vormonat. Die Experten hatten mit einem Anstieg um immerhin 0,2 Prozent gerechnet.