Analysten Kursrutsch wahrscheinlich
Frankfurt am Main - Börsianer warnten am Freitag davor, dass viele Anleger die Met@box-Aktien von Montag an mit satten steuerfreien Gewinnen veräußern könnten.
Seit Anfang Februar verzehnfachte sich deren Börsenwert. "Da wird es manchen jucken, die Gewinne mitzunehmen", sagte ein Händler. Ein Analyst riet vom Kauf der Titel ab und bezweifelte, dass die Gewinnmargen des Unternehmens langfristig zu halten sind.
An der Börse werden derzeit Kursziele um 250 Euro genannt, was ein Händler mit weiterer Phantasie durch den Wandel von einem "Tüftler- zum Medienunternehmen" begründete. Met@box hatte Vorverträge für die Lieferung der Set-Top-Boxen mit Plänen für E-Commerce und Digitalfensehen verbunden. Bei Kursen in dieser Höhe würde es ihm allerdings "allmählich schummerig".
Analyst Andreas Lambrou von Value-Research sagte, seiner Einschätzung nach sei Met@box an den Leistungsgrenzen angekommen. Um die Aufträge abzuwickeln, müsse investiert werden, was die Kosten steigen lasse und auf die Margen drücke. Anlegern, die mit dem Kauf der haussierenden Titel liebäugelten, riet der Analyst ab: "Kaufen würde ich Metaxbox im aktuellen Umfeld nicht mehr." Lambrou bestätigte die von Händlern geäußerte Skepsis über weitere Wachstumsmöglichkeiten. "Theoretisch gibt es natürlich noch Potenzial für den Verkauf von Set-Top-Boxen", sagte der Analyst. Met@box müsse aber auch beweisen, dass man den Verkauf in Deutschland im Griff habe. So sei das zurückliegende Weihnachtsgeschäft nicht recht gelaufen.