Andersen: Strafprozess offenbar unausweichlich - DER SPIEGEL
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Andersen Strafprozess offenbar unausweichlich

Die im Zusammenhang mit der Enron-Pleite ins Zwielicht geratene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andersen tut sich schwer mit einem Schuldeingeständnis. Ein Strafprozess scheint deshalb unausweichlich.
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Washington - Nach Medienberichten vom Freitag brachen die Verhandlungsführer der Staatsanwaltschaft und Andersens die Gespräche über einen Vergleich ab. Die Ermittler werfen der Firma vor, Berge von Akten über Enrons Finanzgebaren vernichtet und damit die Ermittlungen der Behörden über die Hintergründe von Enrons Bankrott erschwert zu haben.

Das Ministerium hatte Andersen angeboten, im Gegenzug zum Eingeständnis von "Fehlverhalten" auf ein Gerichtsverfahren zu verzichten und die Wirtschaftsprüfer mit Bewährungsauflagen davonkommen zu lassen. Den Berichten zufolge erklärte sich Andersen aber außer Stande, einem solchen Vergleich bis zum Ablaufen der vom Ministerium gesetzten Frist am Mittwochabend (Ortszeit) zuzustimmen.

Stattdessen wollte sich das Unternehmen ein Ja oder Nein zum Angebot bis kurz vor dem geplanten Prozessbeginn am 6. Mai offen halten. Das wiederum wurde vom Justizministerium abgelehnt.