Angeschlagener Autobauer Opel-Mitarbeiter verzichten auf Lohn
Rüsselsheim - Angesichts der drohenden Insolvenz der US- Konzernmutter General Motors (GM) nehmen Opel-Mitarbeiter sogar einen Lohnverzicht in Kauf: Um die Liquidität des deutschen Autobauers zu sichern, werden die Belegschaften im Stammwerk Rüsselsheim und im Testzentrum im hessischen Rodgau-Dudenhofen im Mai und Juni jeweils 1,5 Tage arbeiten, ohne dafür Geld zu erhalten, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz.
Franz bestätigte damit einen Bericht des Fachmagazins "auto motor und sport". "Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass GM kommende Woche in die Insolvenz geht und dass das enorme Auswirkungen auf Zulieferer haben kann, die auf Vorkasse bestehen", sagte Franz der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt.
Deshalb müssten alle möglichen Liquiditätsreserven gehoben werden, bis der Überbrückungskredit von Bund und Ländern greife.
In der Belegschaft sei die Zustimmung zu dem Vorhaben groß. Allerdings werde niemand gezwungen, mitzumachen. Im Gegenzug sollen die Mitarbeiter zwischen Weihnachten und Neujahr sechs Tage bezahlten Sonderurlaub nehmen dürfen. "Die Verzinsung beträgt also 100 Prozent", sagte Franz.