Angeschlagener US-Finanzierer: CIT-Aktien stürzen ab - DER SPIEGEL
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Angeschlagener US-Finanzierer CIT-Aktien stürzen ab

Es gibt keine Finanzspritzen, deshalb kehren auch die Anleger dem angeschlagenen US-Mittelstandsfinanzierer CIT den Rücken. Die Aktien des Finanzunternehmens büßten um mehr als drei Viertel ihres Wertes ein.
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New York - Die Märkte verlieren das Vertrauen in den angeschlagenen US-Finanzierer CIT. Zum Handelsauftakt in New York stürzten die Papiere des Unternehmens am Donnerstag um mehr als 75 Prozent ab. Sie waren nur noch rund 40 Cent wert. Im Juni 2007 hatten die Aktien noch 60 Dollar gekostet.

Am Tag vor dem Kurseinbruch war bekanntgeworden, dass der Mittelstandsfinanzierer keine neuen Finanzspritzen vom Staat erwarten kann. Das Unternehmen teilte mit, die Gespräche mit der US-Regierung über weitere Hilfen seien beendet worden. Die Regierung habe klargemacht, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach vorerst keine zusätzliche Unterstützung geben werde. Ein sofortiger Einbruch der CIT-Aktie war deshalb ausgeblieben, weil die Papiere kurz vor Börsenschluss vom Handel ausgesetzt wurden.

Nun wird in Finanzkreisen erwartet, dass sich die CIT Group unter das sogenannte Chapter-11-Gläubigerschutzverfahren stellen wird. Das gut hundert Jahre alte Institut braucht dringend neues Geld zur Refinanzierung. Wegen der Kreditklemme bekommt CIT derzeit aber nicht genug kurzfristiges Kapital, das es für seine langlaufenden Darlehen an Unternehmen benötigt. Zusätzlich belasten den Finanzierer die steigenden Zahlungsausfälle und Pleiten von Firmenkunden.

"CIT muss im März 2010 in einem Volumen von 10 Milliarden Dollar Schuldtitel ablösen, kann derzeit aber nur 6,4 Milliarden aufbringen", sagte Walter Vorhauser von der Close Brothers Seydler Bank. Um die Pleite abzuwenden, brauche CIT zwei Milliarden Dollar in den nächsten 24 Stunden. Ein Aus der Bank wäre der größte Zusammenbruch einer US-Geschäftsbank seit der Pleite der Sparkasse Washington Mutual im vergangenen Jahr.

tko/dpa-AFX