Angeschlagener US-Versicherer: AIG muss Zentrale räumen - DER SPIEGEL
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Angeschlagener US-Versicherer AIG muss Zentrale räumen

Späte Folge der Immobilienkrise: Erst räumten überschuldete US-Bürger ihre Häuser, nun muss auch AIG sein Domizil in Manhattan verlassen. Mit dem Erlös für den Wolkenkratzer will der Versicherungskonzern die Staatshilfen zurückzahlen, die ihn vor dem Untergang bewahrten.
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New York - Der Glanz früherer Zeiten ist verblasst: AIG - einst weltweit Nummer eins im Geschäft - hat nicht nur seine Spitzenposition verloren. Der US-Versicherungskonzern muss nun auch seine repräsentative Zentrale in Manhattan aufgeben. US-Medienberichten zufolge verkauft AIG   den Wolkenkratzer mit 66 Stockwerken und eine benachbarte Immobilie im Süden Manhattans. Nur noch bis 2010 residiert AIG in der Pine Street.

Wer die 72000 Quadratmeter Fläche in dem Wolkenkratzer künftig nutzt, blieb zunächst unbekannt. Auch der Preis, für den der 270 Meter hohe Wolkenkratzer - das fünfthöchste Gebäude New Yorks - den Besitzer wechseln soll, wurde nicht genannt.

Der Konzern war in der US-Immobilienkrise wegen fauler Hypothekenkredite seiner Kunden ins Straucheln geraten. Nur ein staatlicher Milliardenkredit hatte den Versicherer vor dem Kollaps bewahrt. Im Gegenzug übernahm der Staat die Mehrheit an dem Versicherer, der damit seine Eigenständigkeit einbüßte.

Die Verkäufe von Immobilien und Geschäftssparten sollen der Rückzahlung der Finanzhilfen dienen. Allerdings sind die Immobilienpreise in New York seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2007 um bis zu 50 Prozent gefallen. Bei Notverkäufen wie im Falle von AIG gibt es zudem meist zusätzliche Abschläge.

tko/dpa

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