Angriff auf die Post: Verlage drängen ins Briefgeschäft - DER SPIEGEL
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Angriff auf die Post Verlage drängen ins Briefgeschäft

Im lukrativen Briefgeschäft muss sich die Post auf scharfe Konkurrenz einstellen. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen künftig drei Großverlage mitmischen.
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Düsseldorf - Axel Springer, der WAZ-Konzern und die Holtzbrinck-Gruppe planten, den ersten nationalen Konkurrenten der Post im Briefgeschäft zu bilden, berichtet das im Holtzbrinck-Verlag erscheinende "Handelsblatt". Die Verlage wollten sich zu diesem Zweck an der Firma Europost beteiligen, heißt es in der Zeitung weiter. Europost ist ein Gemeinschaftsunternehmen der niederländischen Post TPG und der Paket- und Logistiktochter des Versandhändlers Otto, Hermes-Logistik.

Die Briefzustellung sei "ein sehr interessantes Nebengeschäft für unsere Regionalzeitungen", zitiert das "Handelsblatt" überdies den stellvertretenden Holtzbrinck-Chef Michael Grabner. Der Verlagsmanager bestätigte auch das Vorhaben, sich an Europost zu beteiligen.

Das Briefmonopol der Post soll erst 2007 auslaufen. Dieses Vorrecht soll jedoch schon in näherer Zukunft beschränkt werden. So verlangt die EU-Kommission, dass das Vorbereiten und Sortieren von Massenbriefsendungen künftig auch von Post-Konkurrenten erledigt werden kann.