Angriffslustig AMD will Intel Marktanteile abjagen
Dresden - Derzeit enthalten noch vier von fünf Computern Intel-Prozessoren. Innerhalb von drei Jahren wollte man den AMD-Marktanteil jedoch von derzeit 20 auf 30 Prozent ausweiten, erklärte Ruiz dem "Handelsblatt". "Das ist aber nur ein Zwischenschritt, denn wir möchten noch deutlich stärker werden." AMD habe in den vergangenen Jahren technologisch stark aufgeholt. "Unsere Produkte kommen bei den Kunden gut an, und wir haben uns in allen Bereichen verbessert", sagte Ruiz.
Grund zur Selbstsicherheit hat AMD: Erst vor wenigen Tagen konnte der Chiphersteller Analysten mit einem Nettogewinn von 76 Millionen Dollar überraschen - mit dem Plus von 76 Prozent übertraf AMD die Erwartungen bei Weitem.
Der Konzern aus Kalifornien greift seinen Konkurrenten Intel allerdings nicht nur auf dem Markt an, sondern auch vor Gericht: Intel binde die Kunden durch Drohungen und Rabatte an sich, so der Vorwurf, den AMD mit juristischen Mitteln durchzusetzen versucht.
In Deutschland eröffnet AMD heute sein zweites Werk in Dresden. Zum "Grand Opening" des rund 2,5 Milliarden Dollar teuren Werks, in dem Mikroprozessoren auf 300-Millimeter-Wafern gefertigt werden sollen, wird auch Bundeskanzler Schröder erwartet. AMD ist mit der Neueröffnung der größte ausländische Investor in den neuen Bundesländern. In die erste Dresdner AMD-Fabrik hatte das Unternehmen bereits 2,4 Milliarden Dollar investiert.