Angst vor Arbeitslosigkeit: US-Verbraucher überraschend pessimistisch - DER SPIEGEL
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Angst vor Arbeitslosigkeit US-Verbraucher überraschend pessimistisch

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaft ihres Landes hat sich im Dezember überraschend eingetrübt. Der Grund: Die Amerikaner machen sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz.
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New York/Chicago - Der vom privaten Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Index sank auf 91,3 von revidiert 92,5 Punkten im November, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen etwas geringeren Rückgang auf 91,5 Punkte erwartet. "Die Sorgen um die Arbeitsplätze halten an", sagte Conference-Board-Experte Lynn Franco. Der Anteil der Verbraucher, die es als schwierig bezeichneten, eine Stelle zu bekommen, stieg auf 32,6 Prozent (November 29,6).

Demzufolge fiel auch der Index der gegenwärtigen Bedingungen auf 73,9 (81,0) Zähler. Dagegen wuchs die Zuversicht, was die künftigen Perspektiven angeht. Der Erwartungsindex kletterte den Angaben zufolge auf 102,9 (100,1) Zähler.

Der Verbrauchervertrauensindex gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

Auch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago ist im Dezember stärker als erwartet gefallen. Er sei von 64,1 Punkten im November auf 59,2 Punkte gesunken, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung von Chicago am Dienstag mit. Volkswirte hatten zuvor lediglich mit einem Rückgang auf 62,9 Punkte gerechnet.

Der Index gibt Aufschluss über die Investitionstätigkeit der Industrie. Indexstände über 50 Punkten signalisieren eine Expansion des Sektors, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. Der Chicago-Index gilt als zuverlässiger Indikator für den nationalen Einkaufsmanagerindex ISM der am Montag veröffentlicht wird.