Angst vor Rezession Asiens Börsen auf Talfahrt
Tokio - Die Angst vor der Rezession treibt die Aktienwerte weiter in den Keller: Nach den herben Kursverlusten in den USA und Europa sind die Börsen in Asien am Donnerstag deutlich auf Talfahrt gegangen. In Seoul verbuchte der Kospi-Index im frühen Handel Verluste von neun Prozent. In Tokio wurde ein Minus von mehr als sieben Prozent registriert - die größten Wertverluste an der japanischen Börse seit mehr als fünf Jahren. Im Handelsverlauf erholte sich der Index aber wieder - zuletzt auf 2,5 Prozent.
Japanischer Börsenhändler: Nikkei auf Achterbahnfahrt
Foto: APDer japanische Nikkei -Index rutschte im frühen Handel um 658,08 Punkte oder 7,59 Prozent auf 8016,61 Punkte. Zuletzt hatte die Börse in Tokio im Mai 2003 derartige Kursstürze erlebt. In Seoul fiel der Kospi-Index um neun Prozent auf 1032,47 Zähler. Besonders exportorientierte Unternehmen mussten Kursstürze hinnehmen.
Auch die Börsen in Singapur, Hongkong, auf den Philippinen und in Australien verbuchten Verluste von mehr als vier Prozent. In Hongkong verzeichnete die Börse im morgendlichen Handel ein Minus von 4,83 Prozent, in Singapur gab es Verluste von 4,12 Prozent. Die Börse auf den Philippinen verbuchte mit 4,6 Prozent das größte Minus seit drei Jahren. In Australien verloren die Werte im frühen Handel 4,3 Prozent.
Aufgrund zunehmender Rezessionsängste und wegen des fallenden Ölpreises hatte der New Yorker Dow Jones am Mittwochabend mit einem Verlust von 5,69 Prozent geschlossen. Auch in Europa schlossen die Börsen am Mittwoch im Minus. Der Deutsche Aktienindex (Dax ) schloss am Abend in Frankfurt mit einem Minus von 4,5 Prozent bei 4571 Punkten.
Beim Öl rutschte der Preis für die Nordseesorte Brent Oil Spot in London erstmals seit Mai 2007 wieder unter die Marke von 65 Dollar je Fass. Der Euro war am Mittwoch erstmals seit fast zwei Jahren unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen. Der japanische Yen dagegen legte gegenüber der US-Währung an Wert zu.
Die Ankündigung des Weltfinanzgipfels konnte die Panik an den Finanzmärkten offenbar nicht stoppen. Die USA hatten am Mittwoch verkündet, der Gipfel werde am 15. November in Washington stattfinden. An dem Treffen sollen die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) teilnehmen. Bei dem Gipfel sollen Regeln für die Finanzmärkte erörtert werden.
als/AFP/AP