LUFTFAHRT Angst vor Rumänen
Weil sie fünf rumänische Piloten beschäftigt, kommt die Fluggesellschaft Augsburg Airways durch deutsche Luftfahrtexperten immer mehr unter Druck. Hintergrund: Osteuropäische Flugzeugführer waren erst im Januar in der Schweiz kritisiert worden, weil für den Absturz einer Crossair-Maschine bei Zürich unter anderem auch ein Verständigungsproblem zwischen dem moldawischen Kapitän und dem slowakischen Co-Piloten mitverantwortlich gewesen sein soll. Trotzdem bedienen die Augsburger, die 1999 über 860 000 Passagiere beförderten, im Auftrag der als besonders sicherheitsbewusst geltenden Lufthansa 35 Strecken in ganz Europa. Lufthansa, die für ihre Flugzeugführer fließendes Deutsch bei der Einstellung voraussetzt, hatte in Augsburg bereits darauf gepocht, dass die Piloten der Regionalgesellschaft zumindest mühelos Englisch sprechen können. Die deutsche Piloten-Vereinigung Cockpit empfiehlt, dass Kapitän und Co-Pilot stets dieselbe Muttersprache haben, damit in Krisensituationen eine schnelle Verständigung möglich ist. Trotzdem will Augsburg-Airways-Chef Olaf Dlugi die Arbeitserlaubnis seiner Osteuropäer verlängern lassen, die Sicherheit seiner Fluglinie sei »auch mit rumänischen Piloten gewährleistet«.