Anlagebetrug Brokerhatz in Manhattan
New York - Vor laufenden TV-Kameras und unter dem Blitzlichtgewitter der Pressefotografen führten die Beamten die Devisenhändler und brachte sie mit Polizeitransportern weg. Einige der Männer versuchten ihr Gesicht unter ihren Mänteln zu verbergen.
Die Börsenhändler werden verdächtigt, ihre Klienten mit unsauberen Währungsgeschäften und anderen illegalen Investment-Angeboten um Millionen Dollar betrogen zu haben Zu den Vorwürfen gehören auch Unterschlagung und Geldwäsche, wie die "New York Times" aus vertraulichen Quellen erfuhr. Nach Auskunft eines FBI-Beamten liefen die Untersuchungen bereits seit langem. Einen Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen oder Aktivitäten von Terroristen wollten die Ermittler aber nicht herstellen.
Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt vier Broker-Firmen, die vor allem an den Finanzmärkten und weniger außerhalb der Branche bekannt seien, berichtet der Nachrichtensender "NBC". Die Börsenhändler hätten private Investoren mit dem Angebot geködert, sie könnten sich exklusiv in ein Währungsgeschäft einkaufen, das diesen normalerweise nicht zugänglich ist.
Die US-Finanzmärkte werden seit den Bilanzskandalen großer US-Unternehmen wie Enron von einem Betrugsfall nach dem anderen erschüttert. Zuletzt hat die Staatsanwaltschaft die Fondsbranche wegen des Missbrauchs bestimmter Handelspraktiken ins Visier genommen. Der Devisenhandel war jedoch bislang von Vorwürfen verschont geblieben.