Anlagestrategien: Private Rentenversicherung - DER SPIEGEL
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Anlagestrategien Private Rentenversicherung

Wer mit einer klassischen privaten Rentenversicherung für das Alter vorsorgen will, wird voraussichtlich mit Leichtigkeit die Riester-Kriterien erfüllen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei dieser Anlageform zahlt der Sparer monatliche oder jährliche Raten oder hinterlegt einmalig eine größere Summe. Der Versicherer verwaltet das Kapital und garantiert eine Mindestverzinsung von derzeit 3,25 Prozent. Um die staatlichen Zulagen zu erhalten, muss sich der Anleger für die Auszahlung in Form einer monatlichen Rente entscheiden.

Die private Rentenversicherung ist bei monatlicher Rentenzahlung eine Spekulation auf ein langes Leben, denn der Versicherer zahlt ein Leben lang. Im Gegensatz zur Lebensversicherung bietet die Rentenversicherung keinen Hinterbliebenenschutz im Todesfall - sie eignet sich eher für Alleinstehende, die eine steuerbegünstigte zusätzliche private Rente aufbauen wollen. Zwar werden die Beiträge überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere angelegt, doch ist die Rendite durch die zusätzliche Gewinnbeteiligung in der Regel höher als die garantierten 3,25 Prozent. Nach Einschätzung der Dresdner Bank ist die private Rentenversicherung für konservative Anleger interessant, die keinen Hinterbliebenenschutz aufbauen müssen.

Anleger können bei der privaten Rentenversicherung auch eine einmalige Auszahlung wählen, verlieren dann aber die staatliche Förderung. Auch hier gilt: Zahlt der Versicherte mindestens fünf Jahre lang Beiträge ein und läuft die Versicherung mindestens zwölf Jahre, ist der ausgezahlte Betrag steuerfrei. Ein 30-Jähriger, der 30 Jahre lang monatlich 300 Mark spart, erhält nach Ablauf der Frist rund 350.000 Mark steuerfrei. Nach Berechnungen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft ergäbe sich daraus alternativ eine monatliche Rente in Höhe von 2530 Mark, wenn man eine Durchschnittsrendite von sieben Prozent unterstellt.

Ältere Menschen wählen häufig eine Leibrente: Sie zahlen zum Beispiel einmalig 100.000 Mark ein und erhalten daraus ab dem Folgemonat (oder zu Rentenbeginn) eine daraus finanzierte Rente. Für eine sofortige Leibrente in Höhe von 2000 Mark müsste ein 65-Jähriger allerdings schon 360.000 Mark hinblättern.