»Anteil halbiert« - DER SPIEGEL
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PHARMAKONZERNE »Anteil halbiert«

Hoechst-Chef Jürgen Dormann, 59, über Probleme mit Großaktionär Kuweit
• aus DER SPIEGEL 8/1999
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL: Nach Meinung des kuweitischen Ölministers liegt die Fusion zwischen Rhône-Poulenc und Hoechst »nicht im Interesse« Kuweits. Gibt es Probleme mit Ihrem größten Aktionär?

Dormann: Wir arbeiten über 18 Jahre mit der Kuwait Petroleum Corporation im Aufsichtsrat erfolgreich zusammen. Probleme gibt es nicht. Aber unser Aktionär hat Informationsbedarf, den wir natürlich erfüllen.

SPIEGEL: Besteht die Gefahr, daß Kuweit nicht mitzieht, wenn im Aufsichtsrat über die Fusion entschieden wird?

Dormann: Ich bin zuversichtlich, daß wir die Zustimmung finden, um das Projekt der Hauptversammlung Anfang Mai zur Entscheidung vorlegen zu können.

SPIEGEL: Haben Sie sich nach Ansicht der Kuweitis vielleicht zu billig verkauft? Rhône-Poulenc und Hoechst sollen zu jeweils gleichen Teilen die neue gemeinsame Firma Aventis besitzen.

Dormann: Bei der vollständigen Fusion von Hoechst und Rhône-Poulenc auf Aventis in zwei Jahren muß gerechnet werden, was die Partner jeweils einbringen. Da kann Hoechst vorn liegen. Eine wesentliche Abweichung von 50:50 wird es nach jetziger Einschätzung aber nicht geben.

SPIEGEL: Wollen die Kuweitis ein größeres Stück vom Kuchen?

Dormann: Die haben ja an der Hoechst AG einen Anteil von 24,5 Prozent. Mit der vollständigen Fusion halbiert sich dieser Anteil bei Aventis natürlich.

SPIEGEL: Verliert Kuweit damit an Einfluß im Aufsichtsrat?

Dormann: Nein, daran wird sich nichts ändern.

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