AOL Time Warner: Gewinne reloaded - DER SPIEGEL
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AOL Time Warner Gewinne reloaded

Trotz Problemen der Onlinesparte konnte der weltgrößte Medienkonzern AOL Time Warner seine Gewinne drastisch steigern. Ein Grund dafür waren erfolgreiche Filme wie "Matrix Reloaded".
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New York- Der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 394 Millionen auf 1,1 Milliarden Dollar, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns am Mittwoch. Dies entspricht einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie (EPS) von 0,09 auf 0,23 Dollar. Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar.

Der Schuldenberg des Unternehmens betrug zum Ende des Quartals 24,2 Milliarden Dollar, verglichen mit 26,3 Milliarden Dollar zum 31. März 2003. Der Konzern hat für den Abbau der Verbindlichkeiten in den vergangenen Monaten Beteiligungen verkauft. 1,225 Milliarden Dollar stammen alleine aus dem Verkauf von 50 Prozent an dem TV-Sender Comedy Central. Bis Ende 2004 sollen die Schulden früheren Angaben zufolge auf 20 Milliarden sinken.

In der Filmunterhaltungssparte von AOL Time Warner stieg das operative Ergebnis um 26 Prozent, die Umsätze wuchsen hier um 16 Prozent. Ausnahmeprodukt war in diesem Bereich der Film "Matrix 2", der seit seinem Start am 15. Mai bisher rund 700 Millionen Dollar Einnahmen an den Kinokassen eingespielt hat.

Die Internetsparte AOL blieb auch im zweiten Quartal das Sorgenkind des Konzerns. Der Umsatz sank hier um 6 Prozent, das operative Ergebnis brach um 23 Prozent ein. In der Musiksparte Warner Music schrumpfte das operative Ergebnis von 29 auf 6 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg hingegen um 8 Prozent.

AOL Time Warner verdiente im ersten Halbjahr 1,5 Milliarden Dollar gegenüber einem Mammutverlust von 53,8 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2002. Der Halbjahresgewinn betrug 32 Cent je Aktie gegenüber roten Zahlen von 12,12 Dollar je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit. Die Riesenverluste der Vorjahresvergleichszeit basierten auf Wertberichtigungen von stark im Wert gefallenen Firmenbeteiligungen.