AOL Time Warner: Irritierendes Quartalsergebnis - DER SPIEGEL
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AOL Time Warner Irritierendes Quartalsergebnis

Die Übernahme von Time Warner verhagelt die Bilanz von AOL. Der weltgrößte Medienkonzern schloss das vierte Quartal mit einem Verlust von 1,09 Milliarden Dollar ab.
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New York - Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Es ist das erste konsolidierte Ergebnis seit dem Abschluss der Fusion von America Online und Time Warner. In der Vorjahresperiode hatte das Defizit 201 Millionen Dollar betragen.

Den Milliarden-Verlust im vierten Quartal begründete AOL Time Warner Inc. mit den hohen Kosten, die durch die Übernahme von Time Warner entstanden sind. America Online bezahlte im vergangenen Jahr für den Konzern 124 Milliarden Dollar.

Betrachtet man die Rechnung vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisierung, so sieht die Bilanz des Medienkonzerns günstiger aus. Hier weist AOL Time Warner einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2,1 Milliarden Dollar Gewinn im Jahr zuvor aus - ein Anstieg von 14 Prozent.

Investoren hatten nach der Bekanntgabe der Zahlen zunächst irritiert reagiert, sagte ein Händler. Trotzdem konnten die Aktien von America Online Time Warner zur Börseneröffnung an der Wall Street gegenüber der vorbörslichen Notierung Gewinne erzielen. Um 16.15 Uhr notierte die Aktie bei niedrigem Handelsvolumen mit 2,65 Prozent im Plus.

Jetzt warten die Marktteilnehmer die Pressekonferenz des Konzerns ab, weil sie sich Aufschluss über die aus der Fusion resultierenden Synergieeffekte erhoffen. Gerald Levin, Vorstandvorsitzender des neuen Media- und Internet-Unternehmens, ist optimistisch: Er rechnet damit, dass der Gewinn pro Aktie bereits nach dem ersten Jahr um 25 bis 30 Prozent steigen wird.